Die OP-Vorbereitung

Durch den Stationsarzt wird die geplante Operation anhand der Aufklärungsbögen ausführlich mit Ihnen besprochen.

Die Großzahl der Operationen bei Brustkrebs wird bei uns mit dem sog. Sentinel-Verfahren durchgeführt. Dies macht es notwendig, dass am Vortag der OP der Wächterlymphknoten in der Achselhöhle in einer nuklearmedizinisches Untersuchung dargestellt wird. Dazu wird eine schwach radioaktive Lösung in der Regel um den Tumor in der Brust oder die Brustwarze gespritzt, und insgesamt zwei Bilder mit einer Spezialkamera gemacht, um den Sentinel zu finden. Die Zweite Aufnahme erfolgt meist um die Mittagszeit, der Termin wird Ihnen von den Kollegen der Nuklearmedizin bekannt gegeben.

Daneben versuchen wir einige Staging-Untersuchungen (ggf. ein gynäkologischer Ultraschall, ein Röntgen-Bild der Lunge und ein Ultraschall der Leber) bereits jetzt durchzuführen. Am Nachmittag wird sich dann auch der Narkosearzt bei Ihnen vorstellen. Auch hier werden noch einmal Fragen zu Medikamenten und Vorerkrankungen gestellt und das geplante Narkoseverfahren mit Ihnen besprochen.

Sollten sich einmal Fragen zum Ablauf des Aufenthaltes oder zur OP ergeben, empfiehlt es sich, diese aufzuschreiben, um sie dann bei der nächsten Visite oder zu anderer Gelegenheit gezielt zu besprechen.

Am Vorabend der OP erhalten Sie eine Heparinspritze unter die Haut des Bauches oder des Oberschenkels, um Thrombosen oder Embolien (Gefäßverschlüsse der Venen/Arterien) zu verhindern. Diese Spritze bekommen Sie bis Sie wieder mobil genug sind. Ebenso wird Ihnen der Narkosearzt ein Beruhigungsmittel für die Nacht verordnen, damit Sie auch ganz sicher gut schlafen können. Am folgenden Tag werden Sie dann - entsprechend vorbereitet - von den Schwestern in den OP gebracht.